4. Juli 2022

Ein Ort des Erinnerns und Friedens

Strahlend blauer Himmel und viel Sonnenschein – ein Tag zum Feiern. Dennoch gab es mahnende Worte, die selbst nach 100 Jahren nicht an Bedeutung verloren haben. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) feierte am Sonntag in Verbindung mit dem Pfarrfest das 100-jährige Bestehen des Kriegerdenkmals in Jettenbach. Mit den Fahnenabordnungen der teilnehmenden Vereine und musikalischer Begleitung durch den Musikverein Gars führte der Festzug vom Sportplatz zum Kriegerdenkmal.

Vor 100 Jahren waren die Schrecken des Ersten Weltkrieges längst nicht vergessen. Und heute nimmt der Krieg wieder mehr Platz ein, als man sich das gedacht hätte. Durch den Angriff auf die Ukraine ist er präsent in allen Köpfen. Es herrschte Stille, als der Erste Vorstand Anton Schatzeder, der Zweite Bürgermeister Franz Wieser, der KSK-Kreisvorsitzende Franz Maier und Elvira Schreiner zu den Festbesuchern sprachen. Ein Segen für den Verein ist Schriftführer und Archivar Alfred Tanzer. Seine historischen Dokumente lassen die Geschichte Jettenbachs genau nachvollziehen. "Wir stehen hier vor einem Denkmal in unserer Dorfmitte, das viele kennen, aber wenig darüber wissen. Am 29. November 1921 wurde auf Antrag des damaligen Zweiten Bürgermeisters Joseph Kinzner beim Bezirksamt in Mühldorf ein Plan vorgelegt, damit für die 20 Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus Jettenbach, Grafengars und Fraham ein ehrendes Denkmal gesetzt wird. Am 17. Juli 1922 wurde der Antrag genehmigt", sagte Schatzeder.

Dabei ließ er die Entstehung und Entwicklung des historischen Ortes noch einmal Revue passieren. "Unsere Kinder leben zum Teil inzwischen schon in der dritten Generation, die Krieg nur noch aus der Erzählung der Eltern beziehungsweise der Großeltern und aus den Geschichtsbüchern kennen. Gerade in dieser Zeit soll dieses Kriegerdenkmal als Mahnmal und Erinnerung stehen. Nicht für die große Weltpolitik, sondern für unser Dorf und die Menschen, die hier leben." Schatzeder machte deutlich, wie sehr der Krieg Leben zerstört. Sei es damals in den beiden Weltkriegen gewesen oder heute, wo die Menschen noch immer Krieg und Terror verbreiten. Im Krieg gibt es niemals Sieger, sondern nur Verlierer. "Frieden ist nicht selbstverständlich. Für den Frieden muss man arbeiten. Tut alles, damit wir in Frieden leben können", appellierte Kreisvorsitzender Franz Maier an die Festbesucher. Elvira Schreiner sprach einige Gedanken und ein Gebet für die Kriegsopfer. "Wir wollen der Soldaten gedenken, die jetzt in Kriegsgebieten für einen unsinnigen und unsäglich fürchterlichen Krieg kämpfen und ihr Leben lassen müssen", sagte Schreiner.

Nach dem Festzug zum Kriegerdenkmal ging es für alle in die Mehrzweckhalle, wo das Pfarrfest begann. Pater Ulrich Bednara hielt einen Gottesdienst ab. Gemeinsam wurde das erste große Pfarrfest seit Ausbruch von Corona gefeiert. (seitz)

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