6. Apr. 2024

14 Jahre Gemeinnützigkeit

Der Heimat- und Kulturkreis Jettenbach unter der Führung von Elvira Schreiner blickt auf 14 Jahre Gemeinnützigkeit des Vereins zurück. 30 interessierte Damen und Herren waren zur Jahresversammlung in die Gaststätte Grasser am Jettenbacher Bahnhof gekommen, um an der angekündigten Zeitreise von Archivar Andreas Schreiner ins 17. Jahrhundert teilzunehmen. Einen künstlich geschaffenen "Seeweiher" ließ das Jettenbacher Adelsgeschlecht anlegen. Erste Pläne stammen aus dem Jahr 1719 und ein Beginn der Fischwirtschaft datiert um das Jahr 1740. Der "Seeweyher" hatte eine Wassertiefe von 5,5 Schuh – das dürften umgerechnet etwa 1,5 Meter nach heutiger Maßeinheit gewesen sein. Aufzeichnungen aus dem Jahr 1746 belegen einen regen Handel mit "Hechten und fetten Kärpfen". Verkauft wurden die Lebensmittel in die umliegenden Klöster Au und Attl, aber auch an den Markt Crayburg (Kraiburg).

Einen grundlegenden Wandel gab es dann Anfang des 19. Jahrhunderts. Die gräfliche Gutsverwaltung beantragt 1914 eine Entwässerungsanlage für das Gelände und amtlich eingetragen gab es 1915 auch Staats- und Kreiszuschüsse hierfür. Grund war der steigende Bedarf an Nutzflächen um das gräfliche Gut. Die hohen Herren entschieden sich für die Trockenlegung des ehemaligen Seeweihergeländes. Eine amtliche Erlaubnis, datiert vom 30. September 1916, ermöglicht das Absenken des Grundwasserspiegels durch Abführung der Wässer in den Inn. Heute erinnert nur noch der Name "Seeweiherstraße" an die einstige Nutzung des Geländes. Fotos von Archivar Andreas Schreiner aus dem vergangenen Winter zeigten ein sehr seltenes Naturschauspiel. Überflutete Wiesen zu einer riesigen Eisfläche gefroren, boten zahlreichen "Eiskunstläuferinnen und -läufern" eine prima Bewegungsmöglichkeit. Für seinen Vortrag erntete der Referent Schreiner reichlich Applaus.

Die Kassenprüfer Silva Sieghart und Walter Steiglechner bestätigten dem Vereinskassier Armin Schmalzgruber eine einwandfreie Kassenführung. Dem Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft wurde durch die Versammlung zugestimmt. Bürgermeisterin Maria Maier bedankte sich im Namen der Gemeinde Jettenbach für die Aktivitäten und hob den Mehrwert für die Inngemeinde hervor. In ihrer Vorschau verwies die Vorsitzende Elvira Schreiner auf die anstehende geführte Mühlenwanderung (Termin wird noch zeitnah bekannt gegeben) und die am 23. Juni stattfindende Veranstaltung am Obermeierhof mit Werner Meier und Erwin Rehling. "Bayerische Kultur und Brauchtumspflege wollen wir aktiv betreiben", so Elvira Schreiner. Besonderen Dank gab es für die Pflege des "Bücherhäusels" am Kinderspielplatz. Das Ehepaar Ulrike Zöller und Bernhard Hanneken sorgt sich seit Jahren um die Ordnung in der "Kleinstbücherei". Die umgebaute Telefonzelle wird von den jungen Besuchern im Ortskern gern und häufig genutzt. (cg)

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