30. Sep. 2013

„Brückenbauen“ am Schlossgelände

Unter dem Motto "Brückenbauen" fand am Wochenende die vierte InnHügelLand-Dult auf dem Jettenbacher Schlossgelände statt. Mit dieser Veranstaltung möchten die sechs Gemeinden Aschau, Gars, Reichertsheim, Jettenbach, Unterreit und Kirchdorf den Austausch und das regionale Leben fördern. Jedes Jahr ist eine andere Gemeinde Gastgeber für das Fest, das regionalen Künstlern, Handwerkern, Vereinen und Unternehmen eine Präsentationsplattform bietet.

Annemarie Haslberger, Bürgermeisterin von Reichertsheim und Vorsitzende des InnHügelLand e.V., fasst in ihrem Grußwort zusammen, was die Veranstaltung ausmacht: "Die Dult ist keine reine Werbeveranstaltung, kein traditionelles Volksfest, sie legt Wert auf die Qualität der Verkaufsprodukte, bietet ein niveauvolles Rahmenprogramm, ist keine politische Veranstaltung, und stellt die Menschen mit allen Facetten in den Mittelpunkt." Als kleinste Gemeinde im Landkreis Mühldorf hat Jettenbach sich in diesem Jahr der Herausforderung gestellt, ein Fest auf die Beine zu stellen, das, so Haslberger, "das regionale Leben fördern" soll.

Tatsächlich ist auf der langen Liste der Aussteller für fast jedes Interesse etwas dabei. Nach der Discoparty am Freitagabend, die vor allem das jugendliche Publikum anzog, standen am Samstag und Sonntag die Familien deutlicher im Mittelpunkt. Eine buntes Kinderprogramm, organisiert vom Verein zur Förderung der Kinder im Franziskushaus Au am Inn e.V., Vorführungen der Rettungshundestaffel, eine üppig dekorierte Festhalle, Ausstellungen regionaler Künstler, Informationen für Bauherren, eine große Auswahl kulinarischer Schmankerl und ein Handwerksmarkt gehörten zu den vielen Programmpunkten, die die Besucher nach Jettenbach zogen.

Das zentrale Thema "Brückenbauen" war auf dem Gelände allgegenwärtig. Als Dekoration am Wegesrand oder Eingang in den Garten, überall fanden sich Brücken verschiedenster Art. Sogar die Hunde der Rettungshunde-staffel hatten auf ihrem Parcours eine kleine Hängebrücke zu bewältigen. Auch der Ort Jettenbach, direkt an der Innbrücke gelegen, baut weiter fleißig Brücken, zum Beispiel zur französischen Partnergemeinde St. Satunin, zu deren Ehren die Farbgebung der Festhalle in Rot, Weiß und Blau gehalten wurde.

Aus diesen konkreten Vorlagen entwickelte sich das Motto, das den abstrakten Wunsch ausdrückt, Brücken zu den Mitmenschen zu bauen, zusammen anzupacken und die Bürger aufzurufen, eigenverantwortlich für eine gemeinsame Zukunft zu arbeiten. Für Annemarie Haslberger verbindet das Motto, das sich die Dult gegeben hat, Tradition und Moderne und stellt die Veranstaltung unter den Anspruch, den Austausch mit anderen Menschen zu fördern.

Graf Ignaz von Toerring-Jettenbach, der das Schlossgelände für die Dult zur Verfügung stellte, zeigte die Tradition des Ortes auf, indem er die Gäste kurz in die Geschichte des Gebäudekomplexes einführte. Im Jahr 1255 kam das damals 80 Jahre alte Schloss in den Besitz seines Vorfahren Friedrich, seines "21-fachen Großvaters", wie der heutige Hausherr nachgezählt hat. Nach zahlreichen Umbauten, bewegter Geschichte und langer Brauereitradition wird heute noch die regionale Logistik der Brauerei Toerring von Jettenbach aus organisiert; allerdings findet diese Nutzung in den Nebengebäuden statt. Zusammen mit Landrat Georg Huber kündigte Graf Ignaz daher an, dass nach einer neuen Nutzung für das Schloss gesucht werde - eine Mitteilung, die mit viel Applaus bedacht wurde. Mit einem herzlichen Dank an alle Helfer und Sponsoren und natürlich die über 50 Aussteller eröffnete Jettenbachs Bürgermeister Alfons Obermaier offiziell die Dult. Beim Anzapfen des Festbiers gab es zwar kleine Anlaufschwierigkeiten, aber geschmeckt hat es doch allen. (bas) Fotos: stl

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