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27. – 29. September 2013
Schloss Jettenbach




Zur Erinnerung: Mit der Dult möchten die sechs Gemeinden Aschau a. Inn, Gars a. Inn, Reicherts-heim, Jettenbach, Unterreit und Kirchdorf den Austausch und das regionale Leben fördern.
Hier vor Ort soll ein bürgernahes Miteinander die Generationen in den Gemeinden jetzt und in Zukunft neben wichtigen Verkehrsknoten, Ballungszentren, Kultur- und Wirtschaftsstandorten im Landkreis Mühldorf, Rosenheim, Erding und der Stadt München stärken. Dabei werden Traditionen gepflegt und modernes Leben und Arbeiten unterstützt.
Die Dult läuft in einem Ring-Zyklus ab und wandert durch jede der sechs Gemeinden. Damit bekommt jede Gemeinde die Möglichkeit, sich zu repräsentieren. Außerdem bietet sich die Chance, eine „gewohnt“ hochwertige Veranstaltung anzubieten, dies aber jedes Mal in einem anderen Rahmen darzustellen. So wird dieser Zyklus für die Veranstalter wie für die Besucher zu einer spannenden Unterhaltung. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist, dass die Menschen in den Gemeinden durch das Miteinander zeigen, wie wichtig die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden für unsere Zukunft ist, um einer schleichenden Verwaisung der Gemeinden entgegenzuwirken.
Das Motto der 4. InnHügelLand-Dult lautet „Brückenbauen“. Jettenbach sucht die Verbindungen, wie z.B. 1919/1924 der Innkanal nach Töging als zweite feste Verbindung über den Inn. Dann 1983 die Brücke über den Inn. Außerdem suchen sie Brücken der Freundschaft, wie z.B. zu der französischen Gemeinde St. Saturnin. Sie verbinden sich über Grafengars nach Gars und über den Inn nach Aschau mit dem InnHügelLand. Der InnHügelLandler sollte sich auch als BrückenBauer verstehen. Das Motto steht symbolisch für jemanden, der Mittler ist, der anderen die Hand reicht und ihn ins IHL begleitet, bzw. auch seinen Weg dort drüber findet. Der Toleranz, Integration, Miteinander Füreinander lebt. Schwierige Wege bzw. Passagen werden verbunden und überwunden. Ob das die Gemeinden im InnHügelLand betrifft, die Nachbargemeinden in Mühldorf, Oberbayern, Bayern usw. oder auch die Menschen, die darin leben. Das Motto verbindet Tradition und Moderne. Die Liebe zur Heimat, zu den Wurzeln, zur Landschaft, dem Kulturraum und nicht zuletzt zu den Menschen. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, das ganz individuell gelebt und verstanden wird. Dieses Brückenbauen ist Ausdruck einer notwendigen Eigenverantwortung der Bürger als wesentlicher Baustein für eine gemeinsame Zukunft.
Der Auftakt am Freitagabend gilt dabei der Jugend, schließlich soll das Wochenende für die gesamte Familie etwas bieten. DJ Shytsee, ein gebürtiger Aschauer, rockt die Disco-Party und die Toerring-Halle wird nicht mehr wiederzuerkennen sein. Wenn am Morgen die letzten jungen Erwachsenen nach Hause gehen, muss die Halle neu bestuhlt werden. Dies organisiert Peter Heindl vom Festausschuss mit einem Team, das die Jettenbacher Vereine selbst zusammenstellen.
Am Samstag findet um 12 Uhr die offizielle Eröffnung mit Schirmherren und Hauptsponsor Graf Ignaz zu Toerring Jettenbach, Landrat Georg Huber, dem gastgebenden Bürgermeister Alfons Obermaier sowie seinen fünf Kollegen der IHL-Gemeinden und vielen geladenen Gästen statt.
Am Samstagabend geht es zünftig her auf dem Bierfest. Karl Lehmann, bereits vielen bekannt als Hochzeitslader sowie vom Starkbierfest in Waldkraiburg, nimmt die Bürgermeister und InnHügelLandler aufs Korn, begleitet von den Couplet-Sängerinnen „Drent und herent“, die ebenfalls nichts anbrennen lassen.
Am Sonntagvormittag ist der gemeinsame Gottesdienst ein besonderes Gemeinschaftserlebnis der InnHügelLandller. Er wird gemäß dem Motto „Brückenbauen“ heuer als ökumenischer Gottesdienst mit Dekan Ulrich Bednara, Pastorin Nun aus Haag und Pater Josef Stemmer im Schloss-hof gefeiert.
Am Sonntagaband gestalten wieder wie bei der 3. Dult in Ramsau die Theatervereine aus dem InnHügelLand unter der Leitung des Altbürgermeisters Matthäus Huber aus Reichertsheim einen humorvollen und geselligen Abend.
Ich freue mich, die Schirmherrschaft der InnHügelland Dult in Jettenbach zu übernehmen. Meine Familie und mich verbindet viel mit Jettenbach, nicht nur, dass wir den Namen der Ortschaft tragen. So hat Jettenbach in der Geschichte unserer Familie immer eine wichtige Rolle gespielt, seit mein Vorfahre Friedrich das Schloss um das Jahr 1280 erbte und es sich seitdem durchgehend in unserem Familienbesitz befunden hat. In der Barockzeit um 1740 erlebte das Schloss eine Blütezeit unter meinem Vorfahr Ignaz, nach dem ich benannt bin. Als bayerischer Feldmarschall, Außenminister und enger Freund des Wittelsbacher Kaisers Karl VII, war er eine wichtige Persönlichkeit seiner Zeit. Er verhalf Jettenbach zu neuem Glanz, indem er das Schloss im Stil des Barock umbaute und den Galeriegarten anlegte.
Auch in näherer Vergangenheit ist Jettenbach ein zentraler Punkt für unsere Familie geblieben. Meine Großeltern und mein Vater zogen 1945 nach Jettenbach, weil ihr zuhause – Schloss Winhöring – Flüchtlingsfamilien zur Verfügung gestellt wurde. Sie errichteten im Jettenbacher Galeriegarten ein Haus und lebten dort bis zu Beginn der 1960er Jahre. In der Schlossbrauerei wurde bis vor wenigen Jahren das Toerring Bier gebraut, heute ist hier noch das regionale Vertriebs- und Logistikzentrum der Bayerischen Graf zu Toerring Brauereien.
Es freut mich besonders, dass die InnHügelLand-Dult auf dem Gelände in Jettenbach stattfindet und das ehemalige Schloss mit Leben gefüllt wird. Als Familienmensch und Vater von fünf Kindern halte ich das Miteinander Füreinander für zentrale Bausteine unseres Zusammenlebens. Als Pendler zwischen Stadt und Land, zwischen München und Jettenbach, als Mittler zwischen unterschiedlichen Menschen in meine täglichen Begegnungen fühle ich mich auch als Brückenbauer. Das das gelingt, ist eine persönliche Herausforderung, die sinnstiftend und bereichernd ist, weshalb ich mich besonders auf das Fest freue und Sie, liebe Gäste, herzlich dazu einlade.
Ihr Ignaz Graf von Toerring-Jettenbach
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